
Informationen
Das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven ist das nationale Museum für maritime Geschichte in Deutschland und eines von nur acht Forschungsmuseen der renommierten Leibniz-Gemeinschaft.
Es wurde 1975 eröffnet und widmet sich der vielschichtigen Beziehung zwischen Mensch und Meer durch Technik, Wirtschaft und Wissenschaft.
Als Hauptattraktion gilt, die seit 2000 fertig restaurierte, in Bremen gefundene Bremer Hansekogge von 1380. Das unbestrittene Prunkstück ist das weltweit am besten erhaltene Handelsschiff des Mittelalters. Das 1962 in der Weser entdeckte Wrack wurde in Jahrzehnten mühsamer Arbeit konserviert und ist heute in einer eigenen Halle auf mehreren Ebenen begehbar.
In den Ausstellungsräumen befinden sich Schaustücke zu verschiedenen Schifffahrtsepochen und zu den Themen Handelsschifffahrt, Fischerei und Walfang, Polarforschung, Militär und mehr. Ausgestellt sind unter anderem Modelle von Segelschiffen, Containerschiffen, Passagierschiffen und Öltankern sowie technische Bedienelemente und Ausrüstungsgegenstände. Eine Besonderheit ist ein von 1919 bis 1935 genutzter mechanischer Gezeitenrechner der Deutschen Seewarte in Hamburg, der als früher Computer eingestuft wird.[5]
Die 2024 eröffnete Dauerausstellung „Schiffswelten – Der Ozean und wir“ im Bangert-Bau wurde mit dem German Design Award 2026 ausgezeichnet. Sie zeigt interaktiv, wie Schiffe den Planeten bewegen und welche ökologischen Auswirkungen dies hat.
Im Museumshafen können die folgenden Wasserfahrzeuge besichtigt werden:
- Hochseeschlepper „Seefalke“
- Walfangdampfer „Rau IX“
- Haffkahn „Emma“
- Binnenschlepper „Helmut“
- Feuerschiff „Elbe 3“
Auf dem Außengelände sind vier Schiffe zu besichtigen:
- Betonschiff „Paul Kossel“
- Hafenschlepper „Stier“
- Segelyacht „Diva“
- Tragflügelboot „WSS 10“
Das Segelschiff der Ersten Deutschen Nordpolar-Expedition, die 1867 von Toleff Toleffsen in Skånevik in Norwegen gebaute „Grönland“ gehört ebenfalls zur Flotte des Museums, ist jedoch als aktives Traditionsschiff im Einsatz und demzufolge gerade in den Sommermonaten nur selten im Museumshafen.
Im Hafenbecken des Museums liegt außerdem das begehbare U-Boot „Wilhelm Bauer“, das von einem eigenständigen Trägerverein betreut wird.
Der Museumskomplex selbst ist ein bedeutendes Baudenkmal. Der sogenannte Scharoun-Bau, entworfen vom Architekten Hans Scharoun (bekannt durch die Berliner Philharmonie), zeichnet sich durch seine organische, unregelmäßige Form aus, die maritime Strukturen widerspiegelt.
Vor dem Museum befindet sich eine Skulptur des Bildhauers Stephan Balkenhol.
Das Museum am Hans-Scharoun-Platz 1 ist täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Es gilt als familienfreundlich und bietet barrierefreie Zugänge zu den meisten Ausstellungsbereichen.
Kontakte
Deutsches Schifffahrtsmuseum
Hans-Scharoun-Platz 1
27568 Bremerhaven
0471 48207-0
info@dsm.museum